Christoph Peter Seidel


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1964 geboren in Bad Rothenfelde
1983 Abitur
1983-1984 Zivildienst
Ab 1984 Studium der Freien Kunst an der Westfälischen Kunstakademie Münster
1984-1988 Studium der Malerei bei Prof.Zellmann, Meisterbrief
1988-1992 Studium der Bildhauerei bei Prof. Isenrath, Akademiebrief mit Auszeichnung
1992-2008 Hilfskraft im Pflegedienst in einer Wohneinrichtung für geistig/körperlich mehrfach behinderte Menschen
Seit 2006 Begleitung des Kunstvermittlungsprojektes für Menschen mit Hilfebedarf – KunstContainer – der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück
2016 Träger des Kunstpreises des Landschaftsverbandes Osnabrück Land, 2016
Seit 1992 freischaffend, mit regelmäßiger Ausstellungstätigkeit und Publikationen

Ausstellungen

1993
„Stigma-Wegmale“, Städtische Kunsthalle Osnabrück
1995
„Durchdringen“, Flottmann-Hallen, Herne
1996
„arte regionale“, Beteiligung Kunsthalle Dominikanerkirche, Osnabrück

1997
„Gleich Gültig“, Städtische Galerie Paderborn
1998
Interpretationsdialog (mit Thomas Günther) über Oliver Messiaens „Vingt Regar sur ĺEnfant Jésus“; Präsentation/Konzert in Osnabrück, Schwerte und Münster
1999
„Den Raum ermessen“ – Künstlerische Interventionen in der Batholomäuskapelle Paderborn (mit Rolf Julius und Joachim Bandau)
2001
„Pro Fanum“ , Kunstverein Oerlinghausen
„Dialoge“, Museum Abtei Liesborn
„Transformation“, Vereins- und Westbank, Osnabrück
2003
„Grün“, Kunstverein Unna e.V.
„Arte Regionale III“, Kunsthalle Dominikanerkirche, Osnabrück
2004
„Fortschreitend Grün“, kath. Akademie, Schwerte
„Villa Verde“, Siegerlandmuseum, Siegen
2005
„Wiederholung I“, Stadtgalerie Osnabrück
„ Wiederholung II“ , Stadtmuseum Beckum
„Wiederholung III“, Museum Villa Stahmer, Georgsmarienhütte
„Blickwechsel“, Kunstverein Husum e.V.
„Blickpunkt-Landbergen“, Städtische Galerie Albstadt
2006
„Wiederholung IV“, Kulturstiftung Kloster Bentlage, Rheine
„Wiederholung V“, ehemalige Synagoge, Drensteinfurt
„Faust-Verwandlung“, Foyer der Städtischen Bühnen Osnabrück Im Rahmen der „Arte Regionale IV“
2007
„Wiederholung VI“; Stadtmuseum Siegburg
2008
„Gruenzeug“, Kreishaus Osnabrück
2009
„Diese Landschaft ist Nirgendwo I“, Galerie Münsterland e.V.,Emsdetten
„Gruenlich(t)“, Zentrum für interdisziplinäre Forschung, Universität Bielefeld
„Ungesichertes Grün“, RWE Regionalcenter Osnabrück
2010
„Kontinuum: H.Schilking – Ch.P.Seidel“, Museum Abtei Liesborn
„Von der Natur der Dinge“, Stadtmuseum Gütersloh
„Alles nur Landschaft“, Lippisches Kulturforum Schloss Brake
„Diese Landschaft ist Nirgendwo IV“, CBK Emmen, Niederlande
„Kunst aus der Region“, DA Kunsthaus Kloster Gravenhorst, Hörstel
2011
„Sehnsuchtsorte“, Stadtmuseum Oldenburg
„Grün und Weiß“, Künstlerhaus Göttingen„Erblickt!“
KuK Dissen e.V.
2013
Landschaft als Wegmetapher“, CPH- Nürnberg„Ins Grüne“, Palais Rastede
„Kunst aus der Region“, DA Kunsthaus Kloster Gravenhorst, Hörstel.
2015
„Laboranordnung“, KunstQuartier Osnabrück, bbk Osnabrück
2016
„-RITUALE-“, Kunstverein Schieder- Schwalenberg e.V. , RobertKöpke Haus, Schieder- Schwalenberg


Bilder


Texte

Farbe als Eigenwert oder als Materie einem bildnerischen Konzept zuzuordnen, bedeutet keinesfalls mangelnden Respekt, Marginalisierung oder im landläufigen Sinn Manipulation ihrer immanenten Kräfte, sondern heißt vielmehr, sich vor jedem bildnerischen Tun ihrer ureigenen Wirkungen zu vergewissern. Schließlich ist „Manipulation“ jene „Handvoll“ an Fähigkeiten, sich der Materialien so zu bedienen, dass sie eine Bildidee verwirklichen und mittragen. Ästhetisches Erleben beruht auch auf dieser Basis. Christoph Seidel weiß sehr wohl um die autonome Bildkraft von Farbe. Er ist ein sensibel agierender Künstler, der der Farbe Raum gibt und dem Raum Farbe. Dabei sind es ganz unterschiedliche architektonische Voraussetzungen, sakral oder profan, ausgemessen in der Reflektion des Künstlers, der einlädt, in die Interaktion von Farbfläche und Raumkörper einzudringen und nach dem eigenen Standort zu suchen. Und dabei einzutauchen in Farblandschaften, deren geradezu verschwenderische Leuchtintensität eine große Sogkraft zu entfalten vermag, deren Strukturen und Verkrustungen haptische Erfahrungen vermitteln und deren auf der Fläche verortete Farbwirbel Zeit und Bewegung einfangen. Der Gegenstand Farbe wächst in der ungegenständlichen Malerei Seidels zu einem wirkmächtigen Indiz kreativer Potenz. Das Sinnenerleben von Seidels Farbschöpfungen ist darum so vielfältig, weil es über das Sehen hinausgeht und sowohl körperliche wie geistige Mobilität verlangt, soll sich das Kunstwerk dem schauenden Gegenüber ganz erschließen.

Gisela Burkamp

Links

www.christoph-peter-seidel.de


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